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Nicaragua

Organisation: Swissaid, PCaC Jucuapa, PCaC San Dionisio, PCaC Darío und PCaC Odesar
Location: 4 Standorte im nördlichen Nicaragua

Projektvorhaben:
- Verbesserung der Nahrungssicherheit und des Lebensstandards der einheimischen Bevölkerung
- Förderung von Öko-Landwirtschaft und Wasserschutz
- Vermitteln von Kenntnissen zur Klimaänderung und der Rolle der Land- und Forstwirtschaft für die CO2-Reduktion

Kampf gegen Armut und Klimawandel mit ökologischem Landbau in Nicaragua

Nicaragua ist das zweitärmste Land von Lateinamerika und den Klimaänderungen besonders stark ausgesetzt. Es wird immer stärker von Hurrikanen und tropischen Stürmen heimgesucht. Auch herrscht in weiten Teilen Armut und ein zunehmendes Ausmass von Umweltzerstörung, was die Lebensqualität von Mensch und Umwelt noch zusätzlich beeinträchtigt. Gerade die Landwirtschaft, der wichtigste Entwicklungssektor, ist am meisten von der Klimaänderung betroffen. Am schlimmsten ist es für Kleinbauern mit wenig Land und Subsistenz-Landwirtschaft.

Um dieser Entwicklung zu entrinnen wurde die Zusammenarbeit mit SWISSAID gesucht. Mit dem Projekt soll die Nahrungssicherheit der Kleinbauern garantiert und ihr Lebensstandard auf der Basis ihrer Ressourcen und Produktionsmittel verbessert werden. Das Projekt möchte eine höhere landwirtschaftliche Produktivität erreichen unter Berücksichtigung der klimatischen Bedrohungen. Wichtig ist auch die Ausbildung der lokalen Bauern und Bäuerinnen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, Umweltschutz, Gesundheit und Hygiene sowie Management für Bauernorganisationen.

Bauern, Bäuerinnen und junge Menschen lernen agro-ökonomischen Techniken und wenden diese an. Dadurch lassen sich auch klimaschädigende Emissionen – insbesondere CO2 und CH4 - reduzieren und Wassereinzugsgebiete schützen. Auf allen Ebenen – auch den politischen - werden Kenntnisse zur Klimaänderung und zur klimarelevanten Rolle der Land- und Forstwirtschaft vermittelt und von konkreten Aktivitäten begleitet. Mit der Umstellung auf eine ökologische Landwirtschaft wird zudem eine Reduktion der CO2-Emissionen erreicht. Dieses sogenannte CO2 -Mitigationspotential haben die Expert/innen von Care for Climate berechnet. Die Berechnungen zeigten, dass die Bauern zusammen mit einer ökologischeren Landwirtschaft CO2* einsparen können.

Insgesamt bewirkt das Projekt folgende Verbesserungen:
• Reduktion der CO2-Emissionen durch Verzicht auf chemische Dünger und Pestizide sowie verbesserte Humusbildung
• ökologisch und ökonomisch effizienter, da weniger externe Inputs (chemische Dünger und Pestizide,Hybrid-Saatgut) eingesetzt werden müssen. Dies bringt eine Kosten-, Energie- und CO2-Reduktion und verbessert die Versorgung der Familien mit gesunden Nahrungsmitteln
• Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen
• Produktion von lokalem, den ökologischen und klimatischen Bedingungen angepasstem Saatgut.

Gegen 1600 Bauernfamilien werden von diesem Projekt profitieren. Für die resultierenden CO2-Reduktionen bieten SWISSAID und Care for Climate CO2-Gutscheine, um so zusätzliche Gelder für die Förderung umwelt- und klimafreundlicher Landwirtschaftsprojekte zu erzielen.

Für weitere Informationen: www.swissaid.ch/de/mit-fruchtbaeumen-gegen-den-klimawandel

Interessiert an unserem Engagement? Wir freuen uns! Machen Sie mit und überweisen Sie zugunsten dieses sozialen und nachhaltigen Projektes CHF 20.- pro Tonne CO2, die Sie emittieren (in der Schweiz stehen wir bei durchschnittlich 12,5 t/Person und Jahr).
Email: info@careforclimate.ch



* In Anlehnung an die Studie „Enhances top soil carbon stocks under organic farming“, Andreas Gattinger, Adrian Müller, Matthias Haeni, Colin Skipper, Andreas Fliessbach, Nina Buchmann, Paul Mäder, Matthias Stolze, Pete Smith, Nadia El-Hage Scialabba, and Urs Niggli PNAS October 30, 2012

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