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Öko-Landbau in Vidharba (Indien)

Anpassung an den Klimawandel mit ökologischem Landbau in Maharashtra
Organisation: SWISSAID, Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft (CSA) in Indien
Location: Region Vidharba, Maharashtra (Indien)

Projektvorhaben:
- Förderung von Handlungskompetenzen und Wissen im Bereich Wasser und Ernährung
- Hygienemassnahmen und Entwicklung auf Basis erneuerbarer Energien
- Ausbildung
Anpassung an den Klimawandel mit ökologischem Landbau in Maharashtra (Indien)
Das Projekt in der Region Vidharba im indischen Gliedstaat Maharashtra will eine ökologische Landwirtschaft zur Verbesserung der schwierigen Lebensbedingungen der Bauern fördern. Infolge des Klimawandels bleibt in dieser Region der Regenfall zunehmend aus. Um die Nahrungsgrundlage zu sichern, braucht es vor allem einen sorgsamen Umgang mit den knappen Wasserressourcen. Ziel ist zudem, dass die Bauern weniger klimaschädliche Gase freisetzen. In Vidharba, einer der ärmsten Regionen Indiens, machen die Bauern nun die Probe aufs Exempel.

Dieses Projekt zielt auf Massnahmen auf verschiedenen Ebenen, um die Anfälligkeit der Region gegenüber den Klimafolgen zu mindern. Swissaid stellt den verarmten Bauern modernes Bio-Saatgut zur Verfügung, damit sie weniger chemische Produkte einsetzen müssen. Mit der Umstellung auf eine biologische Landwirtschaft wird zudem eine Reduktion der CO2-Emissionen erwartet. Dieses sogenannten CO2-Mitigationspotential hat CareforClimate berechnet, um dieses sinnvolle Projekt zu unterstützen.

Im Verein CareforClimate organisieren sich Studierende und Ehemalige der ETH Zürich, die eine Verminderung des CO2-Ausstosses anstreben. Im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen durch CareforClimate stand die Frage, wie sich je nach Bodenbeschaffenheit und Art der Landwirtschaft die Bindung von CO2 im Boden am besten berechnen lässt, mit der Absicht auch, dass mittelfristig CO2-Emissionszertifikate ausgestellt werden können. Die Berechnungen zeigen, dass die Bauern zusammen mit einer ökologischeren Landwirtschaft CO2 einsparen können.

Insgesamt bewirkt das Projekt folgende Verbesserungen:
• Reduktion der CO2-Emissionen
• ökologisch effizienter, da weniger Pestizide eingesetzt werden müssen
• besser für die Gesundheit der Bauern
• weniger teuer und gezielterer Wassereinsatz zugunsten der Saat.
Überprüft wird die Wirksamkeit der Massnahmen von der ETH Zürich und dem FiBL.
Wichtig dafür ist auch eine Schulung und Beratung vor Ort.

Im Weiteren wurde eine Studierende im Rahmen ihrer Abschlussarbeit mit einer speziellen Untersuchung vor Ort beauftragt. Sie kann diesen Forschungseinsatz dank der Unterstützung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL und der ETH Zürich leisten. Im Rahmen ihrer Masterarbeit prüft sie vor allem, ob diese Einsparung in den Markt für Emissionshandel eingehen kann und dazu beitragen könnte, die Bauern und Bäuerinnen auch finanziell zu unterstützen und ob weitere Projekte umgesetzt werden können. Darauf basierend wird SWISSAID zusammen mit dem Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft in Indien (CSA) für dieses konkrete Entwicklungsprojekt bestimmen, in welchem Masse die ökologische Landwirtschaft den Ausstoss von Treibhausgasen mindert. SWISSAID und CareforClimate möchten diese Zertifikate auf dem CO2-Kompensationsmarkt anbieten und so zusätzliche Gelder für die Förderung klimafreundlicher Landwirtschaftsprojekte erzielen. CareforClimate möchte mit direkten Spenden dazu beitragen, die nötigen Änderungen in der Agrarpraxis umzusetzen.

Für weitere Informationen: https://www.swissaid.ch/de/wege-aus-der-schuldenfalle
Masterarbeit zum Vidharba-Projekt: Mitigation Potential of agriculture -->download PDF:  

Interessiert an einem Engagement? Wir freuen uns! Machen Sie mit und überweisen Sie dem Projekt schon jetzt 20.- CHF pro CO2eq–Tonne, die Sie emittieren (in der Schweiz stehen wir bei bei durchschnittlich 12,5 t/Person und Jahr).

 
Email: info@careforclimate.ch