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News

FFU- Regionalgruppe Zürich organisiert am 13. September 2018 Vorträge zum Thema Anpassung an den Klimawandel. Die zwei FachFrauen Denise Fussen und Susanna Niedere erläutern an Fallbeispielen was
1. Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz (eine kurze Übersicht und Beispiele aus Solothurn und Schaffhausen) und
2. Anpassung für die Stadt Calgary in Kanada bedeutet und wie deren Climate Resilience Plan zustande kam.
Anmeldung: Bis am 31. August 2018 via https://doodle.com/poll/92ut9n7frgqrpi5b

Durch den hohen Ausstoss von Treibhausgasen verändert sich das Klima global, wie auch in der Schweiz. ExpertInnen rechnen mit weitreichenden Folgen der Klimaänderung für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft, wenn es nicht gelingt, die globale Klimaänderung zumindest in Schranken zu halten. Selbst wenn das ambitionierte internationale Ziel erreicht wird (die Schweiz steht noch hintennach), den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, treten vermehrt Folgen des Klimawandels auf. In der Schweiz wie auch in Kanada beträgt die Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung bereits rund 1.9°C, der globale Durschnitt beträgt knapp 1°C. Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereit heute spürbar:
o Gesundheitsrisiken durch steigende Lufttemperaturen und Hitzewellen
o Wirtschaftliche Folgen der Schäden durch Extremereignisse wie beispielsweise Überschwemmungen, Ernteausfälle, Murgänge, Beeinträchtigung der physischen und psychischen Gesundheit
o Verbreitung von Schädlingen und Krankheitserregern durch höhere Temperaturen
o Verlust an Biodiversität, da sich nur wenige Arten an den schnellen Temperaturanstieg anpassen können
o Zunahme der Hunger- und Wasserkrisen durch verlängerte Trockenperioden
Die Anpassung an diese Auswirkungen ist daher dringend nötig. Eine zeitgemässe Klimapolitik baut auf zwei Säulen auf: der Vermeidung von Treibhausgasen und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, die schon heute nicht mehr zu vermeiden sind. In der Schweiz wie auch in Kanada ist die Anpassung an den Klimawandel gesetzlich verankert. In der Schweiz beinhaltet das revidierte CO2-Gesetz, das Anfang 2013 in Kraft getreten ist, die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels als zweiten, komplementären Bestandteil der Schweizer Klimapolitik neben der vordringlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen. Die Provinz Alberta hat den beiden Städten Calgary und Edmonton gesetzlich vorgeschrieben bis 2020 entsprechende Pläne entwickelt zu haben. Zudem fordern Versicherungen vermehrt, dass Städte und Firmen Anpassungspläne verfassen und auch umsetzen.

ETH Klimablog